Konzept

 

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1. Zweck


Die ambulante Begleitung ist eine Dienstleistung des Vereins Stützpunkt Alltag (VSA) in Widen, Aargau. Der Verein bietet im Umkreis von 30 Kilometern des Wohnorts der ambulanten Begleiter, professionelle agogische Begleitung (vgl. Kapitel 7) in erster Linie für erwachsene Menschen mit einer kognitiven und/ oder psychischen Beeinträchtigung an.


2. Einleitung


Das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (Behindertenrechtskonvention BRK) wurde am 13. Dezember 2006 in New York von der Generalversammlung der UNO verabschiedet. Es ist am 3. Mai 2008 in Kraft getreten und zählt heute 151 Vertragsstaaten. Die BRK ist das erste internationale Spezialübereinkommen für die Rechte von Menschen mit Behinderungen.

Die BRK wurde von der Schweiz am 15. April 2014 ratifiziert und ist am 15. Mai 2014 in Kraft getreten. Mit ihrem Beitritt zum Übereinkommen verpflichtet sich die Schweiz, Hindernisse zu beheben, mit denen Menschen mit Behinderungen konfrontiert sind, sie gegen Diskriminierungen zu schützen und ihre Inklusion und ihre Gleichstellung in der Gesellschaft zu fördern. (Quelle: Eidgenössisches Departement des Inneren)

Der Beitritt zu diesem Übereinkommen betrifft auch die freie Wahl der Lebensform für Menschen mit einer kognitiven und/ oder psychischen Beeinträchtigung. Die Möglichkeiten und Fähigkeiten des Betroffenen sind allerdings oftmals eine Hürde, welche nur durch professionelle Angebote überwunden werden können. Der VSA bietet Unterstützung für die Herausforderungen des Alltags an, vor welchen diese Menschen stehen.


3. Definition ambulante Begleitung


Die ambulante Begleitung ist ein individuelles, aufsuchendes Unterstützungsangebot, welches im Umfeld der Klienten*innen stattfindet. Sie ist professionell organisiert und arbeitet nach agogischen Gesichtspunkten (vgl. Kapitel 7/ Leitbild VSA). Sie umfasst beratende und unterstützende Dienstleistungen, die notwendig sind, damit der Alltag der Klient*innen bewältigt werden kann. Diese orientieren sich an den Möglichkeiten, Wünschen und Bedürfnissen der Klient*innen. Die ambulante Wohnbegleitung ist ein Angebot zur Erhaltung und Erweiterung der Wohn- und Sozialkompetenz. Klient*innen erhalten durch die Dienstleistungen des VSA mehr Sicherheit und Lebensqualität im alltäglichen Leben. Die ambulante Alltagsbegleitung ist ein kosteneffizientes

und kosteneffektives ergänzendes Angebot neben den klassischen institutionellen Wohnformen wie Heime oder Aussenwohngruppen. Die ambulante Begleitung des VSA legt grossen Wert auf die Selbstbestimmung der Klient*innen. Er fördert durch sein Angebot die Inklusion der Klient*innen und deren Gleichstellung in der Gesellschaft. Durch die Dienstleistungen des VSA ergibt sich für Klient*innen die Möglichkeit, gesellschaftliche Hürden zu überwinden und selbstbestimmt zu leben.



4. Zielgruppe


Zur Zielgruppe gehören in erster Linie erwachsene Menschen mit einer kognitiven und/oder psychischen Beeinträchtigung, die in ihrem Alltag auf Unterstützung angewiesen sind. Voraussetzung dafür ist, dass die Dienstleistungsempfänger in ihrer eigenen Wohnung zur Untermiete oder im Familienverbund leben und nicht auf eine dauernde ambulante Begleitung angewiesen sind. Die ambulante Begleitung bietet professionelle agogische Begleitung im Alltag an und ist kein therapeutisches oder pflegerisches Angebot. Die Dienstleistungen der ambulanten Begleitung erstrecken sich über folgende Bereiche der Lebensgestaltung: Lebenspraktischer Bereich, persönlicher Bereich, sozialer Bereich, finanzieller und administrativer Bereich, Bereich der Freizeit- und Feriengestaltung (vgl. Kapitel 7.2-7.7).

Die Aufnahme und Betreuung kann nicht oder nicht mehr erfolgen für Menschen, deren Hilfebedarf von dem VSA nicht erfüllt werden kann. (vgl. Kapitel 7)


5. Leitziele


Der Verein Stützpunkt Alltag bietet Dienstleistungen an, die den Klient*innen im Bewältigen von Hindernissen im Alltag unterstützen. Somit tragen diese Dienstleistungen aktiv zur Inklusion und gesellschaftlichen Teilhabe bei. Die Dienstleistungen des VSA bieten den Klient*innen mehr Lebensqualität und Sicherheit im Alltag. Die Selbstbestimmung, die Eigenverantwortung und die Selbstständigkeit der Klient*innen sollen erhalten und gefördert werden. Dies geschieht durch eine professionelle agogische Begleitung (vgl. Leitbild VSA).


6. Arbeitsweise



6.1 Allgemeines

Alle Begleitpersonen verfügen über einen Abschluss in Sozialpädagogik oder einer entsprechend adäquaten Ausbildung mit Berufserfahrung. Sie verfügen über Erfahrung in der Klientenarbeit. Die Begleitpersonen können sich mit dem Leitbild des Vereins identifizieren und danach handeln. Diese Voraussetzung bildet die Grundlage für eine professionelle ambulante Begleitung nach agogischen Gesichtspunkten. (siehe Leitbild)

Als Möglichkeit der Unterstützung und Entwicklung der Klient*innen werden auf Wunsch der Klient*innen Instrumente wie Zielvereinbarungen und Standort- bestimmungen eingesetzt.


6.2 Grundhaltung


Die Begleitpersonen arbeiten nach dem Prinzip der Freiwilligkeit und Partnerschaftlichkeit. Sie nehmen die Bedürfnisse der Klient*innen ernst und handeln im Interesse und zum Wohl der Klient*innen. Eigenmächtiges Handeln ohne Rücksprache mit den Klient*innen widerspricht den Grundsätzen des Leitbildes der VSA. Ausnahmen sind gesetzeswidrige sowie selbst- oder fremdgefährdende Situationen. In den genannten Fällen ist mit der Leitung des VSA Kontakt aufzunehmen, um gemeinsam nach optimalen Strategien zu suchen. (siehe Konzept Vorgehen in aussergewöhnlichen Situationen)


6.3 Bezugspersonenprinzip


Die ambulante Begleitung der VSA arbeitet nach dem Bezugspersonenprinzip. Der regelmässige Kontakt ermöglicht ein professionelles, tragfähiges Vertrauensverhältnis. Klient*innen erhalten eine Bezugsperson zugeteilt, dabei ist auf die Wünsche der Klient*innen nach Möglichkeit Rücksicht zu nehmen.


6.4 Schweigepflicht und Datensicherheit


Alle Mitarbeitenden des VSA unterstehen der Schweigepflicht gegenüber externen privaten und juristischen Personen, welche jeder Mitarbeitende mit dem Arbeitsvertrag unterzeichnet. Ausnahmen ist die Einwilligung der Klient*innen oder Notsituationen. (siehe Vereinbarung Schweigepflicht und Konzept Notsituationen)

Von Klient*innen wird, nachdem eine Begleitvereinbarung zustande gekommen ist, eine Verlaufsdokumentation angelegt. Diese wird während des Begleitauftrages laufend geführt. Dokumentationen anderer Art müssen von Klient*innen mit bewilligt werden. Die Weitergabe dieser Art von Dokumentation an Externe ist nur mit Einwilligung der Klienten*innen möglich.

Alle Daten werden digital, DSGVO konform in einer sogg. Cloud gespeichert.

Serverstandort ist in der Schweiz. Der Dienstleister der Cloud verschlüsselt die Daten auf dem Server sowie auch bei der Übertragung. Unberechtigter Zugriff auf Daten ist damit ausgeschlossen.



7. Inhalte des Dienstleistungsangebots

7.1 Allgemeines


Dieses Kapitel umreisst in groben Zügen die Möglichkeiten und Grenzen des Vereins Stützpunkt Alltag. Es hat nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und soll ein realistisches Bild der möglichen Dienstleitungen nachzeichnen.

Die ambulante Begleitung der VSA setzt einen gewissen Grad an selbstständiger Lebensgestaltung und Alltagsbewältigung voraus. Klienten*innen müssen in der Lage sein, zu einem grossen Teil selbstständig oder mit weiterer externer Unterstützung ihren Alltag zu regeln. Wird während des Aufnahmegesprächs oder der Begleitung klar, dass es an diesen Grundvoraussetzungen fehlt und die Dienstleistungen von Stützpunkt nicht ausreichen, um den Alltag zu bewältigen, wird dies thematisiert. Klient*innen werden dann nach Möglichkeit unterstützt, den Weg in die für sie geeigneten Strukturen zu finden. Dies kann bedeuten, dass weitere externe Dienstleistungen in Anspruch genommen werden müssen oder dass ein geeigneter Platz in einer Institution mit entsprechenden Strukturen gefunden werden muss.

Die Begleitung beinhaltet auf der einen Seite Beratung und auf der anderen Seite praktische Unterstützung. Dabei geht es in erster Linie darum, Klienten*innen mehr Sicherheit und Lebensqualität im Alltag zu ermöglichen. Hierbei verfolgt Stützpunkt Alltag das Ziel der persönlichen Entwicklung sowie auch den Erhalt der persönlichen Fähigkeiten der Klienten*innen. Das Dienstleistungsangebot ist punktuell und soll in der Regel dort eingesetzt werden, wo sich Defizite in der Alltagsbewältigung abzeichnen. Einsätze finden stundenweise in einem regelmässigen Turnus nach Absprache statt.

Der Verein Stützpunkt Alltag bietet in folgenden Lebensbereichen seine Dienstleistungen an.


7.2 Begleitung im lebenspraktischen Bereich


Die Begleitung im lebenspraktischen Bereich im Sinne des VSA beinhaltet die Unterstützung und Beratung bei Einkauf und Pflege von Kleidung, bei Organisation des Haushalts sowie bei grösseren Anschaffungen etc. Im Rahmen seiner Möglichkeiten bietet der VSA auch Unterstützung bei der Suche einer geeigneten Liegenschaft an. Der VSA unterstützt das Gründen von Wohngemeinschaften. Hierzu unterhält der VSA einen entsprechenden Interessentenpool und führt Klient*innen zusammen.


7.3 Begleitung im persönlichen Bereich


Die Begleitung im persönlichen Bereich, im Sinne des VSA beinhaltet Gespräche über die Gesundheit, Organisation von Weiterbildungen, über persönliche Möglichkeiten und Grenzen, über Partnerschaft und Sexualität sowie das Vorgehen bei Notfällen. Hierzu wird mit den Klient*innen ein möglicher Weg zur Reaktion auf Notfälle besprochen. Das Besprochene wird wenn nötig auf einem Notfallformular schriftlich festgehalten und den Klient*innen als Gedankenstütze zur Verfügung gestellt (siehe Konzept Vorgehen in aussergewöhnliche Situationen). Diese Hilfestellung soll es Klient*innen ermöglichen, aussergewöhnliche Situationen souverän zu meistern. Stützpunkt Alltag ist für seine Klient*innen während der Öffnungszeiten erreichbar. Ein Rückruf erfolgt spätestens innerhalb von vier Stunden während der Öffnungszeiten. Die Öffnungszeiten sind von Mo-Fr 8:00 – 20:00. Damit soll gewährleistet werden, dass Klient*innen in unvorhersehbaren Situationen, in denen er Hilfe benötigt, adäquate Unterstützung in Anspruch nehmen kann. Ausserhalb der Öffnungszeiten ist die Erreichbarkeit nicht gewährleistet.


7.4 Begleitung im sozialen Bereich und psychosoziale Begleitung


Die Begleitung im sozialen Bereich, im Sinne des VSA beinhaltet die Unterstützung und Beratung zum Thema Aufbau und Pflege eines sozialen Netzwerks. Stützpunkt Alltag versucht Klient*innen daraufhin zu sensibilisieren, wie wertvoll ein gut funktionierendes soziales Netzwerk sein kann. In Konfliktsituationen ist die Begleitung des VSA für Klient*innen eine Option, um die Situation besser zu erfassen und geeignete Massnahmen zu treffen. Insbesondere in „konfliktbeladenen“ Situationen bietet die psychosoziale Begleitung die Möglichkeit zur gemeinsamen Reflexion, damit Klient*innen die Situationen besser einordnen können. Dieser Schritt bildet die erste Stufe, um an die Situation angepasste Strategien zu entwickeln und umzusetzen.


7.5 Begleitung im finanziellen und administrativen Bereich


Die Begleitung im finanziellen und administrativen Bereich, im Sinne des VSA beinhaltet die Unterstützung und Beratung beim Erstellen eines persönlichen Budgets und ein gemeinsames Entwickeln von Strategien, um mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Ressourcen das Leben optimal bestreiten zu können. Die Begleitung des VSA bietet ebenfalls Unterstützung bei der Bearbeitung von postalischen und administrativen Angelegenheiten sowie im Umgang mit Behörden und Versicherungen an.


7.6 Begleitung bei der Ferien- und Freizeitgestaltung


Die Begleitung bei der Ferien- und Freizeitgestaltung im Sinne des VSA beinhaltet die Unterstützung und Beratung beim Planen von Ferien- und Freizeitangeboten.

Die Realisierung dieses Vorhabens setzt persönliche Fähigkeiten und finanzielle Ressourcen voraus, die gemeinsam ggf. unter Einbezug der gesetzlichen Vertretung besprochen werden.
Des Weiteren bietet der VSA nach Möglichkeit einmal pro Jahr ein verlängertes Erholungswochenende in der Schweiz oder im nahegelegenen Ausland an. Pro Quartal wird nach Möglichkeit ein gemeinsamer Tagesausflug angeboten. Die Platzzahl bei diesen Angeboten ist begrenzt und es besteht kein Anspruch auf dieses Angebot.


7.7 Begleitung Assistenzmodell und komplementäre Dienstleistungen


Der Verein Stützpunkt Alltag vermittelt als Ergänzung zur ambulanten Begleitung Personen, die über das Assistenzmodell angestellt werden. Sie bietet den Klient*innen Unterstützung bei der Bewältigung der rechtlichen und administrativen Angelegenheiten an.

Dienstleistungen, die der VSA nicht übernehmen kann, wie zum Beispiel pflegerische oder therapeutische Massnahmen, können auf Wunsch der Klient*innen vermittelt werden.


8. Aufnahme und Begleitung

8.1 Anfragen


Interessierte Personen wenden sich schriftlich per E-Mail oder Telefon an Stützpunkt Alltag. Nach Möglichkeit sollen Klient*innen möglichst selbstständig und freiwillig den Wunsch nach einer ambulanten Begleitung äussern. Nach der vereinbarten Probezeit ist die Einwilligung der Klient*innen zwingende Voraussetzung für eine weitere ambulante Begleitung. Die Begleitung erfordert, dass Klient*innen bereit sind aktiv an der Begleitung teilzunehmen.


8.2 Erstgespräch


Im Erstgespräch mit der interessierten Person, der gesetzlichen Vertretung, den Eltern und weiteren Bezugspersonen wird ausführlich über die Dienstleistungen und individuellen Wünsche gesprochen. Ziel ist es, dass sich für beide Seiten eine Entscheidungsgrundlage ergibt im Hinblick auf eine eventuell zustande kommende Begleitvereinbarung. Diese Phase ist unverbindlich. Es werden in der Regel noch keine Vereinbarungen beschlossen.


8.3 Begleitvereinbarung


In einem weiteren Gespräch wird eine Begleitvereinbarung zwischen Klienten*innen, dem VSA sowie den eventuellen gesetzlichen Vertretern getroffen.
Die Begleitvereinbarung ist die vertragliche Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen dem VSA und dem Klienten auf unbestimmte Zeit.

Für den VSA gilt: Die ersten drei Monate gelten bei der Begleitvereinbarung als Probezeit und der Vertrag kann binnen dieser Zeit mit einer Frist von 7 Tagen aufgelöst werden. Diese Regelung gilt für den VSA, damit dieser bei der Suche nach einer evtl. Anschlusslösung behilflich sein kann.
Für Klient*innen gilt: Die ersten drei Monate gelten bei der Begleitvereinbarung als Probezeit der Vertrag kann jederzeit aufgelöst werden. Diese Regelung gilt für Klient*innen aufgrund des Artikels 404 im Obligationenrecht.
Nach der Probezeit findet ein Auswertungsgespräch statt und der Vertrag kann in einzelnen Punkten angepasst werden. Eine Auswertung der Begleitung kann jederzeit und von beiden Seiten verlangt werden. Eine Auswertung muss aber mindestens einmal pro Jahr stattfinden. Nach der Probezeit kann die Begleitvereinbarung binnen einer Frist von drei Monaten aufgelöst werden.


8.4 Ergänzende Hilfen und Zusammenarbeit


Wenn die Art oder der Umfang der gewünschten Unterstützung die Möglichkeiten von Stützpunkt Alltag übersteigen, können ergänzende Hilfen organisiert werden. Stützpunkt Alltag strebt in Absprache mit den Klient*innen eine intensive Zusammenarbeit mit allen involvierten Hilfs- und Bezugspersonen an. Die Pflege eines guten Netzwerks - Stützpunkt Alltag ist ein Teil davon – liegt dem Verein besonders am Herzen und ist die Basis für eine adäquate und qualitativ hochwertige Begleitung.


8.5 Besonderes


Die Begleittermine finden in der Regel zu den Öffnungszeiten (Mo-Fr 8:00 – 20:00) von Stützpunkt Alltag statt. Ausnahmen sind möglich.
In der Regel werden die Termine in einem Turnus festgelegt. Der Zeitaufwand darf den vereinbarten Rahmen nach Möglichkeit nicht über- oder unterschreiten. Ein Toleranzwert von 20% der vereinbarten Zeit pro Quartal ist in der Begleitvereinbarung festgelegt, damit ausserordentlichen Ereignissen Rechnung getragen werden kann. Zeichnet sich eine Begleitung über den genannten zeitlichen Rahmen ab, so muss dieser im Vorfeld von den Geldgebern bewilligt oder anderweitig finanziert werden.


8.6 Kosten


Die Kosten für den Begleitaufwand werden einmal pro Monat in Rechnung gestellt. Als Begleitaufwand gelten folgende Tätigkeiten: Begleitung, Telefonate, Vorbereitungsarbeiten, Administration und Informationsbeschaffungen im Zusammenhang mit der Begleitung. Die Rechnung wird direkt von der Seite der Klient*innen oder der gesetzlichen Vertreter bezahlt. Hierfür stehen die Hilflosenentschädigung und die Ergänzungsleistungen zu Verfügung.

Ausserdem wir ein Eigenanteil von 100.-CHF verrechnet, in Härtefällen verzichtet der VSA darauf. Näheres ist im Prozess Finanzierung beschrieben.
Bezüger von Ergänzungsleistungen können die monatliche Rechnung zur Rückerstattung bei der Ausgleichskasse einreichen. Freizeit- und Ferienangebote werden über eine entsprechende Beteiligung der Klient*innen, Spenden oder das Vereinsvermögen finanziert.

Im Falle von Finanzierungslücken, die durch Klient*innen nicht abgefangen werden können, kann in ausserordentlichen Fällen das Vereinsvermögen des Vereins Stützpunkt Alltag diese Finanzierungslücken schliessen. Dies erfordert die dafür notwendigen finanziellen Ressourcen und die Bewilligung der Geschäftsleitung.


8.7 Finanzierung


Der Verein finanziert sich durch die Beiträge der Klient*innen, sowie durch Spenden, Erlöse aus Veranstaltungen, Legate etc.

Der Verein Stützpunkt Alltag erhebt keine Mitgliederbeiträge, allerdings ist jedes Mitglied frei zu entscheiden, ob sie oder er einen Beitrag zur Finanzierung des Vereins leisten möchte. Die Höhe des Beitrages liegt im Ermessen des Mitgliedes.